Von den „alldeutschen“ Frei-Korps mit dem Hakenkreuz willkürlich erschossen, verwitterte Tafel für die 12 Perlacher sozialdemokratischen Handwerker am Wiener Platz

Vor Hundert Jahren, während dem Kriegshunger der Anderen, der Arbeiter und Armen, bauten antisemitische „Germanen“ im Hotel Vierjahreszeiten ihren „adeligen“ Geheimbund mit Hakenkreuz auf, der morden ließ und die Räterepublik bekämpfte, bespitzelte und verfolgte.

1917 war der Weltkrieg in den Erschöpfungszustand geraten, die Monarchie in Bayern am Ende, und die Thule-Leute gründeten ihren Geheimbund, der mit Schwert und Hakenkreuz auch heute im Internet reichlich vertreten ist:

Männer, in drei Generationen frei von jüdischem Blut … und dann jeden Samstag Nachmittag im Hotel Vierjahreszeiten eine Weihe-Handlung, in der Neue aufgenommen wurden,

Der offene Kampfbund kam dann etwas später: Auch mit Frauen und weniger geheim eingeschworene Mitkämpfende, die als Schriftführer in den Räte-Gremien mitmachten, Ausweis-Formulare und Stempel mitgehen ließen, mit denen beliebig und auf Staatskosten eigene Bahnfahrten und Beschlagnahmungen möglich waren.Thule Briefkopf mit Hakenkreuz und Schwert

Rituale und magischer Symbolismus

übernehmen in den Weihe-Handlungen und Schwüren, was in jener Zeit „Unsere Ehre ist Treue“ als DIE männliche Charakterstärke hoch-gefeiert wurde, mit dem Dolch und dem Koppelschloss der Uniform später verherrlicht, eingeschworen, im Gegensatz zum eigenständigen Denken und zu demokratischer Auseinandersetzung.

Bevor Hitler kam: Hakenkreuz und SchwertAus den Ritualen der Freimaurer kopiert, deren Organisationen aber als jüdisch dominiert bekämpft werden, denn „Hammerbund“ und „Alldeutsche“ wollen germanischen Nationalismus, aber auch Kolonien, um die Welt zu beherrschen, wie es bei den Feinden neidvoll gesehen wird, England und Frankreich als koloniale Welt-Imperien.

Bevor Hitler kam

sammelte ein militärisch geübter selbst-gemachter „Adeliger“ über Kleinanzeigen die ängstlichen Reichen, die das Kriegsende und den Zusammenbruch ahnten, denn der König hatte zwar 1918 noch 100 Jahre Bayrische Verfassung feiern lassen, aber die Brüche waren klar:

Preußen hatte im Reichs-Bündnis das Deutsche Reich in den Angriffs-Krieg gejagt, und die gesamte breite Presse hatte mit Begeisterung mit gemacht,

Später berichtete der „Chef“ stolz, er habe dem „Führer“ den Weg bereitet, der damals noch in der „Aufklärung“, der politischen Bildung in der Kaserne arbeitete und die verschiedenen Versammlungen besuchte und davon berichtete.

Geheimbündlerei später in Hitlers Umfeld

Hellseherinnen, Astrologen, Theosophen und Wahrsager wirken an der magischen Symbolkraft jener Zeit mit, und die Propaganda nutzt die „Fügungen des Schicksals“ nach den Attentaten auf Hitler zur göttlichen Mission.

Seltsam gebundenes antijüdisches Denken

Hakenkreuz entferntEs ist ein seltsames Ding um diesen jüdischen Religions-Rassismus, der sich im Antisemitismus spiegelt: Abstammung als Religions-Merkmal, und eine Verbundenheit darin, die den anderen enorm suspekt erscheint.

Die Thule-Ideologie machte einen doppelten Angriff auf das jetzt allmählich erst definierte arische, germanische, anti-jüdische daraus:

Von den erfolgreichen Bankiers, die den Krieg und die Aufrüstung finanzierten und daran hervorragend verdienten, auf der einen Seite, und die pazifistischen Kriegsgegner wie Kurt Eisner, Erich Mühsam und Ernst Toller, aber auch Friedrich Engels und Karl Marx, die die Internationale des Sozialismus auf der anderen Seite dagegen symbolisierten.

Vom okkulten Mummenschanz zum Hakenkreuz

Hermann Gilbhard hat das Buch über die Thule -Gesellschaft in München 1994 und im April 2015 neu herausgebracht und auch schon im NS-Dokuzentrum vorgestellt,

Regina Zoller hat den geheimen / okkulten Figuren rund um Hitler ebenfalls nachgespürt: Nationalsozialismus und Okkultismus? Die Thule-Gesellschaft, Evangelische Informationsstelle, 1994.

Heute – noch in Arbeit

Reaktionäre Untergründe, die miteinander wirksam sind: Katholisch, reaktionär, reich oder einflußreich: Die Burschenschaften als Häuser-Besitzende Stiftungen und Vereine, mit Suff-finanziernden „Alten Herren“,

Andere Bürger-Kreise, manchmal auch freundlich getarnt in alten Ost-Flüchtlings-Organisationen, in Bayern-Tümelei, Monarchismus, Traditionspflege …

Gute StadtführerInnen können euch noch viele Orte zeigen, an denen die Relikte des „3. Reiches“ noch zu sehen sind, denn die knappen 5 Jahre der Entnazifizierung von 1946 bis 1951, als dann alles „Persilscheine“ hatte und die Entfernung aus dem öffentlichen Dienst wieder zurück genommen wurde, haben viele Spuren „übersehen“: Stell dich vor dem Haus der Kunst zwischen die Säulen und schau nach oben …

Adelsbünde und die Wittelsbacher

Adels- und Kirchengläubigkeit blendet aus, dass der Besitz durch die Arbeit unserer Vorfahren erwirtschaftet wurde, als Herrschafts-Besitz abgezogen oder als Gemeinschafts-Besitz eingezogen wurde: Wem gehören Kirchen und Gemeindezentren, Pfarrhäuser und die Pfründen der Kirchenstiftungen, wie die Besitzungen genannt werden, die früher oft von Hexen- und Ketzer-Prozessen eingezogen worden waren, wenn nicht der Gemeinschaft?

Der Wittelsbacher Ausgleichsfonds und die CSU

Mit dem Gesetz aus den reaktionären Jahren 1923 sichert der Familie Bayern ein jährliches bedingungsloses Grundeinkommen von ca 14 Millionen, dazu freies Wohnrecht in allerlei Schlössern und das Einkommen aus Wäldern und Forstwirtschaft,

Haus der Deutschen Kunst

Die Spender wie Baron August von Finck, Siemens,

Finck und Co

Das stolze Gebäude am Lenbachplatz ist nur eine protzige Fassade, die Privat-Bank und ihre Besitzenden sitzen längst in der Schweiz, kommen nur gelegentlich zum kulturellen und staatlichen Renommee nach München.

Siemens sitzt nun mit seiner Hauptverwaltung in dem Gebäude, das damals Bayrisches Parlament, der Landtag war. (Das Maximilianeum war nur eine Schmuck-Fassade zum Ende der aufgeschütteten Prachtstraße, um die Hütten von Haidhausen zu verbergen, bis heute eine königliche Stiftung, die an den Landtag vermietet.)

Von Arisierungen und über den Degussa Goldhandel

groß geworden, das Gold aus den Gebissen der Opfer in den Verbrennungsöfen in den Konzentrationslagern, aus jüdischen Banken und verzweifelten letzten Frei-Käufen, finanziert jetzt durch die nächste Generation Finck die AfD.

Der Vater hatte noch die ganzen Kiesgruben im Münchner und oberbayrischen Raum aufgekauft, wo alle meinten, Kies wäre doch hier nix besonderes wert: Und ein Seegrundstück, das den Weg um den Kochelsee blockiert, mit zahlreichen Spenden an die Gemeinde dort in Ruhe gesichert.

Aida

Das Antifaschistische Archiv A.I.D.A. sammelt, was eigentlich Auftrag der Verfassungsdienste und der Polizei gewesen wäre, aber dort wegen Einäugigkeit bislang nicht möglich scheint: Die Umtriebe der jungen Nazis, gewonnen durch Freibier und alte Erzählungen: Persönlich durch Angst-Macherei überfremdet, gefährdet, den persönlichen Abstieg durch die Schuld der Anderen erklärt, immer wieder dran, Treffpunkte für Saufgelage aufzubauen, bei denen Neue gewonnen werden sollen.

Junge Männer, die Kriegs-Denkmäler besuchen und sich mit den armen gefallenen Helden verbünden … wie in Landser-Romanen, statt wie junge Frauen in die Welt zu reisen und was gegen die Klimakatastrophen zu tun.

Pegida

ist in München (im Gegensatz zum Osten) ein kleines Häufchen, das aus der extremen Rechten kommt. Im Münchner Stadtrat sitzen ein paar Hetzer davon,

Wer sind die Herren hinter Danubia, den jugendlichen Netzen und den Stürzenbergers?

Sie dienen wieder dem Waffenhandel

Burschenschaften: Katholisch …

Es sind ländlich wirkende Idyllen mit priesterlichem und bischöflichem Segen, die entsprechend den islamischen Gotteskriegern immer noch auf das „wirkliche Leben danach“ im bayrischen Himmel vorbereiten, das alles hier unten nur die Zulassungsprüfung ….

Auch der geehrte Mörder Anton Arco …

wurde vom Richter mit viel Verständnis für seine nationale Einstellung geachtet, als Einzeltäter abgehandelt und ein paar Jahre in ehrenhafte Festungshaft gesetzt, danach bei Faulhaber empfangen, der Eisner nie hatte treffen wollen …

Faulhaber in seiner Angst ohne schützenden König

hatte die Ermordung des ersten Ministerpräsidenten des Freistaates als Ohrenzeuge gehört, denn er kam grade vom Dom nach Hause in die Prannerstraße 1, als die Schüsse fielen: Er hatte das Hochamt zur Eröffnung des Landtages im Dom zelebriert, Eisner war nun auf dem Weg vom Palais Montgelas zum Landtagsgebäude am Wittelsbacher Platz.

Reaktionär hetzende Kirchen-Zettelchen in der Peterskirche

Wer in der ältesten Kirche München am Petersberg die aufliegenden Schriften und Bildchen betrachtet, kann die reaktionären katholischen Hetzereien finden, die bis heute die schwarz-braune Brücke bilden.

Abschiebungen der CSU

Populismus im Wettbewerb als Ende der Politik?


Verschwörung

Thule

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