Die Frage des letzten Jahres ist noch nicht wirklich beantwortet:

Was ist Demokratie?

Die Mehrheits-SPD hatte sich schon 1919 für die Vorsetzung des kaiserlich-königlich erlaubten Parteien-Parlamentarismus entschlossen, in dem sie im Reichstag die Mehrheit gehabt hatte, aber mit dem Frauenwahlrecht und der rechten Propaganda von Arbeitgebern, Besitzenden, Kirchen und Militarismus begann ihr Abstieg …

Die Arbeiter-Räte waren schon durch ein Abkommen der Arbeitgeber mit den Gewerkschafts-Bossen (Stinnes-Legien) am 29.10.1918 verraten: Gegen Enteignungen, für die 8-Stundenwoche (die dann in der Revolution durch den Staat kam) und Betriebsräte,

500 Millionen Reichsmark für die Bekämpfung der Arbeiterräte, wohl über die Thule-Gesellschaft und die Aufrüstung und gute Bezahlung der „Freikorps“ aus arbeitslosen Soldaten.

Wer bezahlt derzeit die Büttel?

Nun erleben wir eine ReGierung, die unfähig oder unwillig ist, sich aus Auto- und Kohle-Geschäften zu befreien.

Aber die Gesetzmäßigkeiten des Klima und der Physik lassen sich nicht finanziell verhandeln.

Noch eine Reflexion unserer Veranstaltungen:

Drei Termine in der Sendlinger Kulturschmiede als kompaktes Symposium: Revolutionswerkstatt 3

So 10.11.19 ab 14 bis ca 18h:

„Demokratie 1920-2020“

Aus den Eindrücken der Teilnehmenden von den Gesprächen in den Veranstaltungen zur Rätezeit die damaligen Ideen der Demokratie und der Genossenschaften, der Selbstorganisation in’s heute weiter fragen:

  • Was sind die Grenzen von Parteien und Parlamenten?
  • Was hindert uns heute an Selbstorganisation von Räten?
  • Wie gestalten wir eine demokratischere Zukunft nach dem Lobbyismus?
  • Artensterben, Klimakrise, Wolfszeit und demokratische Organisationsformen

Geschichte wiederholt sich nicht, wenn wir lernen …

Werkstatt-Gespräch mit Einführung, Fritz Letsch

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Der Kapitalismus hat uns an den Konsum, auch schlechter Politik, gewöhnt.

Wir hatten ein umfangreiches Programm in zwei Revolutionswerkstätten angeboten und uns hat gefreut, dass es viele angehört haben, mit gewirkt und mit geredet haben. Aber wie kann es weiter gehen?

Demokratie 2020 wird nicht mehr mit den alten Parteien gehen, denn sie sind nicht in der Lage, vor lauter Vergangenheit die Zukunft zu denken, und alle Erneuerungs-Parteien sind meinem Gefühl nach an ähnlichen Strukturen gescheitert.

Demokratie 2020 wird aber sicher die alten Erfahrungen nach der Niederschlagung der Räte reflektieren müssen: Kapital-Interessen, Militarismus und Obrigkeits-Justiz, die Hetze der Kirchen und ihre Versuche, die Zeit zurück zu drehen und die Frauen klein zu halten …

Demokratie 2020 ist jetzt als offene Gesprächs-Runde geplant:

ist Sonntag, 10.11. 2019 ab 14h angesetzt: Wer hat Lust, mit zu wirken?
Wann hast du Zeit, mal bei einem Abendessen oder sonst was vorzubereiten?
und beim Besuch des Freilichtmuseum Glentleiten – Ausstellung „Die goldenen 20er“ Sonntag, 6. Oktober 2019 / 9 bis 18 Uhr wären für mich auch gute Gelegenheiten … fritz

Mo 11.11.19 um 19 Uhr: Wie ich zu Eisner kam.

Vortrag von Al Garganus über seine Eisner-Biografie und das Treffen mit Eisner-Enkeln

So 17.11.19 ab 14h:  Frauen und Revolution

Warum immer (wieder) die Beteiligung von Revolutionärinnen vergessen oder geleugnet wird. Feminstische Geschichtsperspektiven. Mit Dania Alasti, Berlin (Frauen der Novemberrevolution, angefragt) und ggf. Andrea Kampf, Adelheit Schmidt-Thomé (Wie radikal waren die Frauen? Ellen Amann), Cornelia Naumann, Sonja Lerchs Biografie als Exempel tragischen weiblichen Scheiterns u.v.m.

Dies organisiert die AG Frauen des Plenum R

Und danach?

Die Entwicklungen, wie sie Oskar Maria Graf und Emil Julius Gumbel in vielen Fakten beschreiben, von der heimlichen Wiederbewaffnung in den Dörfern und auf Kirchen-Dachböden, die Waffentransporte und Feme-Morde, die Liste der Morde aus rechten Kreisen und die lächerlichen Strafen gegenüber den wenigen Linken Übergriffen, die massiv bestraft wurden …

Nun versucht die Volkshochschule München nachzulegen:

Das Experiment: Deutschland und die Demokratie

beleuchtet Geschichte und Gegenwart, Aufbrüche und Herausforderungen der deutschen Demokratie von 1919 bis 2019. Informationen zu rund 250 Veranstaltungen von September 2019 bis Februar 2020 bietet:
… die gleichnamige Broschüre, die an vielen Stellen in der Stadt ausliegt
… unsere Website unter www.mvhs.de/demokratie
… Experiment Demokratie, der Newsletter Extra, zu abonnieren unter www.mvhs.de/newsletter
… unser Demokratie-Blog mit Interviews, Reportagen, Hintergrundinformationen und vielem mehr: wirgewinnt.blog

Auftakt am 30.9.2019

Das kann nur interessant werden, wenn die schwachen Reaktionen auf fridays for future und XR Artensterben

mit ihrer Polizei-Brutalität verarbeitet werden:

Die Würde des Menschen ist unantastbar?

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