Zuerst war ja nur ein Abend oder eine Veranstaltung geplant,

Jay Lybeldoch dann waren mehr als 50 Leute zum ersten Treffen gekommen, die Vorstellungs- und Ideen-Runde so reichhaltig, dass sich allmählich abzeichnete, dass viele Veranstaltungen möglich werden,

es wurde eine Reihe von 6-7 Monaten, den Verlauf der Revolutions- und Rätezeit nachzuzeichnen, mit vielen begleitenden neuen Medien wie Film, Zeitzeugen-Interviews, Schulfunk-Sendungen, Demonstration, Plakatreihen, Lesungen und Ausstellungen.

Was sind schon 70 Jahre?

fragte man uns im Kulturreferat, als wir Zuschüsse beantragten, doch entstand in der Folge eine Stelle dort, denn Geschichtsarbeit war noch nicht üblich gewesen.

Eisner-Begräbnis

Beginn an der Theresienwiese

Bild-Tafeln, Transparente, Volks-Redner, rote und schwarze und schwarz-rote Fahnen, Lastwagen mit Band und Schauspielerin drauf,:ein Bus für direkte Demokratie: Nur gut 2.000 statt der historischen 10.000, aber intensiv begleitet, denn wir schienen das gefährlichste, das die Stadt zu versammeln hat, und marschierten zur Mariensäule … falsch: 

Wir unterhielten uns prächtig, trafen alte Bekannte und plauderten über die kommenden Veranstaltungen.

An der Mariensäule hatte sich schon manches betende Volk versammelt, die Kirche hatte uns beim Kreisverwaltungsreferat KVR den Platz streitig machen wollen, denn sie hätte Priorität mit 350 Jahren Mariensäule …

und wir, bzw. unsere Frauengruppe, nutzte das verdutzte Publikum, viele Jahrhunderte Patriarchat in den Müll zu schmeißen.

Die Eisner-Ermordung wurde mit einem Weg von der Gedenkstelle begonnen

und mit einer Landauer-Lesung als Nachruf in der Seidlvilla beschlossen.

Die Gustav Landauer-Lesung

stellte in einem Vortrag Sigi Benker in den Ideen-Horizont jener Zeit …

Die Toller-Ausstellung in der Seidl-Villa

war eröffnet: Sein Leben in der ganzen Villa als Entwicklung dargestellt.

Die Niederschlagung:

Erinnerung an die Ermordung von Gustav Landauer in Stadelheim am 2. Mai

Die alte Propaganda

wirkte mit den damals frisch auf den Markt gekommenen Foto-Illustrationen des Heinrich Hoffmann, späterer Hitler-Leibfotograf (dessen Erben bis heute für jeden Abdruck kassieren) besonders intensiv.

Sieger schreiben die Geschichte …

Frauen in der Rätezeit

Brotmarken und rote Fahnen von Christiane Sternsdorff berichtet von den Briefwechseln der Frauen vom Ammersee

Jüdisches Denken

 der damaligen Zeit war wenig bekannt: Philipp Loewenfeld beschreibt das gutbürgerliche Leben mit der „alltäglichen Diskriminierung“ durch einen herrschaftlichen Antisemitismus, an den Hochschulen und im Militär exemplarisch ausgelebt.