Sofort nach der Revolution trafen sich Industrielle und gründeten einen Fonds zu Propaganda gegen die Räte-Regierungen: Die Anti- Bolschewisten -Liga wirkt bis heute, unter allerlei anderen Namen

BolschewistenNieder mit dem Bolschewismus, Bolschewisten

war der russische Begriff für die Mitglieder der Mehrheitspartei, und setzte sich durch die bürgerliche Propaganda gegen den anderen Begriff durch:

Sozialismus und Räte-Idee war Hoffnung:

Die Räte-Regierung der eigenen Leute, die Arbeiter-Regierung, auch in den Betrieben, die Bauern-Räte der ländlichen Regionen.

Bolschewisten werden zum bürgerlichen Schimpfwort

und als „Kampfbegriff gegen sämtliche Kommunistische Parteien in Europa verwendet. In Deutschland hefteten insbesondere die Nationalsozialisten dem Begriff ein antisemitisches Vorzeichen an, so dass in der Folge die Begriffe „Bolschewist“ und „Jude“ propagandistisch nahezu synonym verwendet wurden.“ meint wikipedia.Der Bolschewist wikipedia, Bolschewisten

Die Mehrheitspartei hatte die Idee der Räte, die Sowjets, auch in der Sowjet-Union durch die Partei, als Einheits-Partei, an den Rand gedrängt, nieder gemacht …

wie die Mehrheits-SPD in Bayern und Deutschland zusammen mit den bürgerlichen Parteien in der Praxis, als „Antibolschewistische Liga“ de.wikipedia.org/wiki/Antibolschewistische_Liga

Als Anti-Bolschewist, 1918/19
von Eduard Stadtlerwikimedia Bolschewismus bringt Krieg, Arbeitslosigkeit und Hungersnot

„Ein Superbuch eines frühen Nationalsozialisten, der neben den Geld-und Auftraggebern aus der Wirtschaft zu den Erfindern, Propagandisten und Schaffern des NS-Staates gehört.

Da 1935 erschienen, hatte er keine Hemmungen in seinem Buch zu schreiben wie am 10.Jan. 1919 im revolutionären Berlin sich die Spitzenvertreter der der Deutschen Wirtschaft trafen und den nominal 500 Millionen Reichsmark schweren sog. „Antibolschewistenfonds der Deutschen Wirtschaft“ schufen, der auch mit einem 50 Mio. Sofortkredit sofort loslegte Gelder für die Rekutierungsbüros der sog. Freikorps (sozusagen die Privatarmee des Kapitals gegen die Räterepublik der Bevölkerung), für („zuverlässige“) Teile der Armee, zu gründende „Bürgerwehren“, die Antibolschewistische Liga Stadtlers (NS-Propagandamaterial für Armee und Öffentlichkeit), die SPD und alles was irgendwie antibolschewistisch wirkte mit welchen Mitteln auch immer.

Sogar sein Treffen mit NOSKE, indem er ihn zum Gewalteinsatz gegen die Berliner Demonstranten aufforderte und sein Besuch beim Garde Schützenregimentshautmann Pabst, den er zum Mord an den „linken Führern“ (kurz vor den Wahlen) aufforderte – was 2 Tag später „erledigt“ war – ist in dem Buch enthalten. Eine Mordanstiftung war im NS-Staat offenbar keine Straftat, sofern sie „die Richtigen“ betraf.

Sein Buch ist ganz offenbar aus Tagebüchern und Briefen an seine Frau etc. zusammengestellt worden, was ein zeitgenaues und inhaltlich genaues Schildern der äußerst spannenden Vorgänge dieser Zeit zur Folge hat.
Das Startkapital seiner „Antibolschewistischen Liga“ (s.a. Wikipedia) kam übrigens laut Buch von Friedrich Naumann (nach dem die FDP-nahe Stiftung benannt ist) und dem Direktor der Deutschen Bank, Mankiewitz u.a.
Ein unerwartet extrem lesenswertes Buch !

Stadtler der später der NSDAP beitrat, bekam die Leitung des von Juden konfiszierten Ullstein Verlags.“ Rezension


Dass neben den Freikorps von den Industriellen auch die SPD finanziert wurde, hatte für die Finanziers günstige Folgen: Nie wurde in der Partei die Bodenreform oder Enteignung in Gremien ernsthaft in Erwägung gezogen …

auch wenn in der bayrischen Nachkriegs-Verfassung eine Verantwortung des Kapitals gefordert wurde: Gemeinwohl-Ökonomie steht schon in der Verfassung, wie die Verantwortung des Kapitals, §151 ff

Industrie baut Hitler auf

Die Thule-Gesellschaft rühmte sich, in dem Selbstlob-Buch „Bevor Hitler kam“, der antijüdischen Vorbereitungen mit Geheimbund und Hakenkreuz mit Schwert,

Berlin hatte mit AEG und Siemens, Stinnes und … mehr Kapital zu bieten …

Anti- Bolschewisten der Nachkriegszeit

Antikommunismus als amerikanisches Programm, Starthilfe für Bild,

Springer und die Welt, Bertelsmann und Mohn,

Kiesinger, ehemaliger Zuarbeiter für Goebbels,

Die Magda-Goebbels-Stiftung heißt Quandt

Kapital fördert AfD

Bayern war noch Agrarstaat, aber der Banker „Baron“ August Finck trommelte die Gelder für das „Haus der Deutschen Kunst“ zusammen, seine Nachkommen, mit den Schätzen der Arisierung jüdischer Wiener Banken und bayrischer Kiesgruben aus steuerlichen Gründen in die Schweiz, aber noch mit Repräsentation am Lenbachplatz,

Erfolg der rechten Propaganda

Kultur-Pessimismus

ist wie die rassische Idee der Degeneration in der Vermischung eine feste Grundlage der rechten Ideologien: Alles wird schlimmer, wenn wir nicht …

Der Untergang des Abendlandes

wird auch von den Kirchen längst gepredigt, und seit den frühen 80er Jahren sind die kirchlichen Bildungswerke an den Vorträgen, die vor der „Weltmacht Islam“ warnen, die allmählich zuwandert und mit frischen Morgen- Ideen unser Abendland erledigt?

Wie rechts manche Linken und Umweltschützenden sind

ist am Pessimismus mancher Katastrophen-Verhinderungs- Kampagnen nachzulesen …

Fortschritts-Hoffnungen der Selbstorganisation

Anarchie der Gelassenheit und das Wissen um internationale Bewegungen

weitere Themen

21.2.19 Eisner-Ermordung

7.4.19 Räte-Republik Bayern

Palmsonntagsputsch? Ostermarsch!

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