Was in München erinnert an Felix Fechenbach? Gab es da nicht eine Juso-Gruppe? Wo lebte er in München? Wer mag hier an seinen Einsatz erinnern?
„am 7.8.1933 bei einem angeblichen Fluchtversuch niedergeschossen„

Stolperstein_für_Felix_Fechenbach_(Würzburg-Altstadt)
„Felix Fechenbach (* 28. Januar 1894 in Mergentheim; † 7. August 1933 in Scherfede[1]) war ein deutscher Journalist, Politiker (SPD, USPD), Schriftsteller und Dichter. Seine Pseudonyme waren Rudolf Franke und Nazi Jüsken. Er wurde 1933 von den nationalsozialistischen Machthabern verhaftet und beim Transport ins KZ Dachau ermordet.“ auch folgend: Auszüge aus wikipedia.org/wiki/Felix_Fechenbach
„Aus Würzburg als Mitglied des Zentralverbandes der „Handlungsgehilfen und -gehilfinnen Deutschlands“, einer sozialdemokratischen Angestelltenorganisation kommend gehörte auch den Naturfreunden an und „trug die Abzeichen [dieser] Bewegung mit besonderem Stolz.“[5]
Zwischen 1912 und 1914 arbeitete er im Münchner Arbeitersekretariat und gründete 1914 die „Jugend-Sektion“ des „Sozialdemokratischen Vereins München“, einen der Vorläufer der späteren Jungsozialisten in der SPD.[6] Im Herbst 1914 wurde er zum Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg eingezogen. Für sein selbständiges Vorgehen als Patrouillenführer erhielt Fechenbach das Eiserne Kreuz II. Klasse. Nach seiner Verwundung am 9. Februar 1915[7] in den Vogesen war Fechenbach zuerst im Schreibdienst und anschließend im Münchner Traindepot eingesetzt. Dort kam er in Kontakt mit Kurt Eisner und wurde zum Pazifisten.“ …
„1917 war Fechenbach beteiligt an der Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD).[9] 1918 beteiligte er sich an der Novemberrevolution in Bayern und wirkte am 7. November 1918 mit Kurt Eisner in München an der Absetzung des Königs Ludwig III. mit.[10] Er war Mitglied des Münchner Arbeiter- und Soldatenrats sowie des provisorischen Nationalrats.[11]
Als Kurt Eisner im Zuge der Revolution am 8. November 1918 nach dem Sturz der Wittelsbacher-Monarchie und der Ausrufung des Freistaats der Bayerischen Republik vom Münchner Arbeiter- und Soldatenrat zum bayerischen Ministerpräsident gewählt worden war, holte er Fechenbach als seinen Sekretär in die Staatskanzlei. Bis zu Eisners Ermordung im Februar 1919 durch Anton Graf von Arco auf Valley war Fechenbach Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats sowie des provisorischen Nationalrates in Bayern. Fechenbach schrieb für Zeitungen im In- und Ausland.“ …
„Am 25. April 1919 verließ Fechenbach München, um zu heiraten, wurde jedoch tags darauf in Ulm verhaftet und erst am 11. Juni wieder entlassen. Die Hochzeit mit Martha Czernichowski fand dann am 12. August in Heidelberg statt.“…
„Im Jahre 1922 wurde Fechenbach wegen angeblichen Landesverrats Opfer einer Kampagne, die als „Fechenbach-Affäre“ bezeichnet wird, und am 10. August 1922 festgenommen. An der Spitze der Anti-Fechenbach-Kampagne stand damals der den Alldeutschen nahestehende nationalistische und antisemitisch agierende, katholische Publizist jüdischer Herkunft Paul Nikolaus Cossmann. Fechenbach wurde vom Münchner Volksgericht zu elf Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Auch Artikel zur Kriegsschuld Deutschlands waren Prozessgegenstand. Fechenbach musste aber auf Grund des öffentlichen Drucks gegen das Urteil nur bis zu seiner Begnadigung 1924 im Zuchthaus bleiben.
Nach seiner Freilassung am 20. Dezember 1924 betrieb sein Anwalt Philipp Löwenfeld die Wiederaufnahme des Prozesses. Diese endete am 15. Dezember 1926 nach mehreren Verfahren mit einer teilweisen Aufhebung des Urteils durch das Reichsgericht. Das Reichsgericht ließ aber den Vorwurf des Landesverrats gegen Fechenbach bestehen.[14] Schon 1925 hatte sich Fechenbach der zionistischen sozialdemokratischen Bewegung Poale Zion angeschlossen. 1926 unternahm er eine Reise nach Palästina und berichtete in mehreren Artikeln in sozialdemokratischen Zeitungen begeistert von dem kleinen Land.[15]
Die Jahre bis 1929 arbeitete Fechenbach in Berlin beim Dietz-Verlag und recherchierte dort Reportagen für die sozialdemokratische Tageszeitung Vorwärts (1925–1929). Er unterstützte auch die „Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde“, unter anderem als Autor und Puppenspieler von politischen und autobiografische[16] Elemente enthaltenden Kasperltheaterstücken („Roter Kasper“, „Kasperl als Lehrbub“).
Felix Fechenbach war unter anderem befreundet mit Bertolt Brecht, Albert Einstein und Kurt Tucholsky.[17]

Denkmal für Felix Fechenbach am Ort seiner Ermordung im Kleinenberger Wald, aufgestellt 1973 von seinem Freund und Weggefährten August Berlin (wikimedia)
Von 1929 bis 1933 arbeitete Fechenbach in Detmold als Redakteur beim SPD-Organ Volksblatt (ab 3. März 1933 verboten) und war im Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv. Da er über Informanten in der lippischen NSDAP verfügte, konnte er immer wieder Interna über die Absichten und Skandale der Partei veröffentlichen. Diese unter dem Pseudonym „Nazi-Jüsken“ verfassten Glossen führten zu starken Anfeindungen. Nach der lippischen Landtagswahl am 15. Januar 1933 wurde ihm von den Nazis Redeverbot erteilt, am 11. März 1933 wurde er festgenommen und in „Schutzhaft“ überführt.
Am 7. August wurde Fechenbach auf dem Weg von Detmold in das KZ Dachau im Kleinenberger Wald zwischen Paderborn und Warburg ermordet.“
Es folgen die Aufklärung der Ermordung, die Nazi-Strukturen dabei … wikipedia.org/wiki/Felix_Fechenbach
Das Denkmal von seinem Freund und Weggefährten August_Berlin_(Politiker)
Es gibt noch Bilder, als er Kurt Eisner mit anderen zu seiner Abdankung auf dem Weg zum damaligen Landtag in der Prannerstraße hinter dem Bayrischen Hof begleitet, kurz vor Eisner’s Ermordung durch einen verhetzten katholischen Burschenschafter.
Dort in der Prannerstraße steht jetzt in einem Firmen-Foyer ein wenig sagender „goldener Würfel der Demokratie“ der Staatsregierung, und die Faulhaber-Straße erinnert mich immer an den Mordaufruf durch den Kardinal in der katholischen Burschenschaft Rhaetia, der Kardinal schrieb in seinen Tagebüchern in den Tagen vorher;
Der Kardinal, der den Mörder später noch traute, war ja bisher königlicher Hofkaplan, der sein Oberhaupt verloren hatte und über Kopfschmerzen klagte. Seine Tagebücher sind jetzt online zu lesen und ein spannender Tauchgang in die damalige Zeit: faulhaber-edition.de
Das Grab von Fechenbach befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Rimbeck.
Fechenbach war seit 1926 in zweiter Ehe mit der Krankenschwester und Wohlfahrtspflegerin Irma Epstein (1895–1973) verheiratet. Sie und die drei gemeinsamen Kinder Kurt (1927–2017, benannt nach Kurt Eisner[25]), Lotti (1928–2017) und Hanni (* 1931) überlebten unbeschadet – im Gegensatz zu Fechenbachs Brüdern und deren Familien – die Zeit des Nationalsozialismus durch Flucht zunächst in die Schweiz und von dort 1946 nach Ausweisung[26] mit Hilfe Albert Einsteins[27] in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo Irma in der Nähe von Philadelphia als Krankenschwester arbeitete.[28] 1965 kehrte Irma Fechenbach in die Schweiz zurück, wo sie 1973 starb.[29]
Gedenken

Die Unterbezirk Lippe der SPD hat eine private Felix-Fechenbach-Stiftung mit Sitz in Detmold eingerichtet. Ziel ist die Förderung demokratischen und sozialen Engagements, das sich auch im Wirken von Felix Fechenbach zeigte. Dieser Zweck wird besonders durch die zwei-jährliche Verleihung des Felix-Fechenbach-Preises an Menschen oder Gruppierungen erfüllt, die sich besonders für Demokratie, ein soziales Miteinander oder schriftstellerisch eingesetzt haben. Die Felix-Fechenbach-Stiftung macht aber auch Veranstaltungen. So organisiert sie jedes Jahr um den Todestag Fechenbachs herum eine Gedenkveranstaltung am Felix-Fechenbach-Gedenkstein bei Scherfede im Kleinenberger Wald. Die Idee zu dem Denkmal an dem Todesort von Fechenbach im Kleinenberger Wald kam 1973 von Robert Kempner, einem Freund der Familie Fechenbach. Der Bundestagsabgeordnete und SPD-Politiker August Berlin, der ebenfalls mit Felix Fechenbach und seiner Witwe befreundet war, griff die Idee auf. So wurde am 25. August 1973 das Denkmal in Gegenwart von Ministerpräsident Heinz Kühn, Robert M. W. Kempner und Irma Fechenbach im Kleinenberger Wald mit einer Feier eröffnet.[30]
In Detmold (Felix-Fechenbach-Berufskolleg) und Leopoldshöhe wurden Schulen nach ihm benannt; in Detmold, Gütersloh, München und Oerlinghausen tragen Straßen seinen Namen; die Stadt Würzburg hat ihr Veranstaltungszentrum im Stadtteil Grombühl in „Felix-Fechenbach-Haus“ umbenannt. Am 28. Januar 2025 wurde das Theaterstück „Weglaufen werde ich nie“. Der Kampf des Felix Fechenbach an Fechenbachs früherem Wirkungsort Detmold uraufgeführt. Es zeigt in einer Mischung von Puppen- und Schauspiel Fechenbachs Lebensgeschichte und stellt seine Gegenwartsbedeutung als geschichtliches Beispiel eines mutigen Kämpfers für die Demokratie dar. Bereits im ersten Aufführungsjahr sahen über 3000 Schüler das mit Unterstützung der Detmolder Bürgerstiftung, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und anderen Förderern bei seiner Produktion unterstützte Theaterstück.[31]
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Felix Fechenbach war ein Vorkämpfer der Republik. Am 20. Oktober 1922 wurde er zu einer Zuchthausstrafe verurteilt.
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Bis zu Eisners Ermordung im Februar 1919 durch Anton Graf von Arco auf Valley war Fechenbach Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats sowie des provisorischen Nationalrates in Bayern.https://stadt.muenchen.de/infos/max-hirschberg-weg.html

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