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Die Nazis propagierten den Röhm-Putsch

Um der Bevölkerung zu erklären, was die Ermordung der damaligen SA-Leitung rechtfertigen sollte, und dazu die Ermordung von etwa 100 kritischen Personen und möglicherweise auch früherer Weggenossen des „Führers“, wurde die Legende eines Putsches verbreitet. Hintergrund war die Rivalität der neuen SS mit der alten SA, die früher die Saalschlachten und dann viele Arbeitseinsätze organisiert hatte.

In der Frage der zukünftigen Wehrverfassung des NS-Regimes blieb die Rolle der SA ungeklärt. Ernst Röhm ließ ab Januar 1934 schwer bewaffnete Kräfte aufstellen. Ernst ließ zusätzlich dazu ein Wachregiment und ein Wachbataillon zu jeder SA-Brigade bilden. Damit schien der Konflikt mit der Reichswehr vorgegeben, denn die SA-Führer wollten diese Einheiten in die Reichswehr integrieren.

Hitler hatte sich jedoch für die Reichswehr und gegen die SA entschieden. Die Ermordung Röhms und etwa 90 weiterer SA-Funktionäre wurde von der NS-Propaganda als Röhm-Putsch bezeichnet. Damit war auch das Schicksal von Ernst besiegelt. Göring legte Hitler am 18. Juni 1934 einen Bericht des SS-Gruppenführers und Chef der Polizei Kurt Daluege vor, in dem beschrieben wurde, dass Ernst Details über den Reichstagsbrand verbreiten würde.

Die „Nacht der Langen Messer“

war eine Mord-Reihe, die alle bisherigen Feme-Morde, die Emil Julius Gumbel als Mathematiker registriert hatte, denn nach dem ersten Weltkrieg war Politik noch sehr mit bewaffneten Auseinandersetzungen verknüpft, einschließlich dem ersten Hitler-Putsch:

„Von 1929 bis 1933 arbeitete Felix Fechenbach, der frühere Seretär von Kurt Eisner, in Detmold als Redakteur beim SPD-Organ Volksblatt (ab 3. März 1933 verboten) und war im Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv. Da er über Informanten in der lippischen NSDAP verfügte, konnte er immer wieder Interna über die Absichten und Skandale der Partei veröffentlichen. Diese unter dem Pseudonym „Nazi-Jüsken“ verfassten Glossen führten zu starken Anfeindungen. Nach der lippischen Landtagswahl am 15. Januar 1933 wurde ihm von den Nazis Redeverbot erteilt, am 11. März 1933 wurde er festgenommen und in „Schutzhaft“ überführt. Am 7. August wurde Fechenbach auf dem Weg von Detmold in das KZ Dachau im Kleinenberger Wald zwischen Paderborn und Warburg ermordet.

Gumbel war Pazifist, wie Tucholsky Mitglied der „Deutschen Liga der Menschenrechte“. Er thematisierte die politischen Morde in der Nachkriegszeit 1918 und stellte Statistiken auf.

Viele Ermordete, über 1000 Leute festgenommen:

Auch ein aufgestoegener Münchner Nazi, der Haidhauser Edmund Heines, inzwischen Polizeipräsident in Breslau, war darunter:

„Dazu berichtete 1954 Hitlers Fahrer Erich Kempka: „Mit der Peitsche in der Hand betrat Hitler das Schlafzimmer Röhms in der Pension ‚Hanselbauer‘ in Bad Wiessee, hinter sich zwei Kriminalbeamte mit entsicherter Pistole. Er stieß die Worte hervor: ‚Röhm, du bist verhaftet!‘ Verschlafen blickte Röhm aus den Kissen seines Bettes und stammelte: ‚Heil, mein Führer!‘ ‚Du bist verhaftet!‘, brüllte Hitler zum zweiten Male, wandte sich um und ging aus dem Zimmer.“ So erging es auch den anderen SA-Führern. Nur Edmund Heines, Polizeipräsident in Breslau, der mit Erich Schiewek im Bett überrascht wurde, leistete Widerstand.[14]

Als ein Lastwagen mit der schwerbewaffneten Stabswache der obersten SA-Führung erschien, entstand eine für Hitler kritische Situation. Es gelang ihm jedoch, die Leibwache Röhms durch scharfe Befehle zum Abzug zu veranlassen, während ihr Chef Julius Uhl als Gefangener im Keller saß. Auf dem Rückweg kehrte die Wache zwischen Wiessee und Gmund wieder um, aber da war es bereits zu spät, denn man hatte die Gefangenen inzwischen in der Gegenrichtung über Rottach-Egern in Richtung München abtransportiert.“ wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hm-Putsch